In welchem Land zahlt man keine Steuern? Die besten Optionen für Unternehmer 2025

Wichtige Klarstellung: Steueroase vs. Niedrigsteuerland: Die Frage „In welchem Land zahlt man keine Steuern?“ führt oft zu Missverständnissen. Echte Steuerfreiheit (0 % Einkommensteuer) gibt es nur in wenigen Staaten wie Monaco oder den VAE – diese sind jedoch für die meisten EU-Unternehmer schwer erreichbar. Realistischer und rechtssicherer sind Niedrigsteuerländer wie Zypern, die minimale Besteuerung mit EU-Mitgliedschaft und internationaler Akzeptanz kombinieren.

Du träumst davon, dein Unternehmen dorthin zu verlagern, wo du deutlich mehr von deinem Einkommen behältst? Die Frage nach dem richtigen Staat mit niedriger oder gar keiner Besteuerung stellen sich täglich hunderte Unternehmer und Selbstständige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch welches Land bietet wirklich steuerfreies Leben – und vor allem: Ist das für dich als EU-Unternehmer überhaupt umsetzbar und sinnvoll?

In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du nicht nur, in welchem Land man keine Steuern zahlt, sondern vor allem, wie du als Unternehmer oder Selbstständiger eine rechtssichere und nachhaltige Steueroptimierung erreichst. Wir zeigen dir konkrete Zahlen, echte Rechenbeispiele und praktische Schritte – damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst.

Die 7 wichtigsten Fakten zu steuerfreien Ländern und Niedrigsteuerländern:

  • Nur wenige Staaten erheben tatsächlich 0 % Einkommensteuer (Monaco, VAE, Bahamas)
  • Klassische Steueroasen sind für EU-Unternehmer oft rechtlich problematisch und schwer zugänglich
  • Zypern bietet als EU-Mitglied die Balance: 12,5 % Körperschaftsteuer plus 0 % auf Dividenden für Non-Doms
  • Die 183-Tage-Regel entscheidet über deinen steuerlichen Wohnsitz
  • Über 60 Doppelbesteuerungsabkommen schützen vor Mehrfachbesteuerung
  • Wirtschaftliche Substanz ist Pflicht – reine Briefkastenfirmen funktionieren nicht mehr
  • Mit richtiger Planung kannst du deine Steuerlast legal auf unter 15 % senken

Jetzt kostenloses Strategiegespräch vereinbaren

Was bedeutet „keine Steuern zahlen“ wirklich? Die rechtliche Realität

Wenn Unternehmer fragen, in welchem Land man keine Steuern zahlt, meinen sie meist eines von drei Dingen: keine Einkommensteuer für Privatpersonen, keine Körperschaftsteuer für Unternehmen oder keine Besteuerung auf passive Einkünfte wie Dividenden und Zinsen. Die Antwort hängt stark davon ab, welche Art von Einkommen du erzielst und wo dein tatsächlicher Lebensmittelpunkt liegt.

Entscheidend ist: Deine Steuerpflicht wird nicht durch deinen Reisepass bestimmt, sondern durch deinen steuerlichen Wohnsitz. Solange du in Deutschland einen Wohnsitz hast oder dich dort mehr als 183 Tage im Jahr aufhältst, bleibst du dort unbeschränkt steuerpflichtig – egal wo deine Firma registriert ist. Das deutsche Einkommensteuergesetz (§1 EStG) erfasst in diesem Fall dein weltweites Einkommen.

Konkretes Beispiel – Scheinselbstständigkeit im Ausland: Ein IT-Unternehmer gründet eine Firma in Dubai, lebt aber weiterhin 200 Tage pro Jahr in Deutschland. Das deutsche Finanzamt erkennt die Dubai-Firma nicht an, da der Lebensmittelpunkt in Deutschland liegt. Resultat: Volle Steuerpflicht in Deutschland auf alle Einkünfte. Eine Dubai-Struktur funktioniert nur mit echtem Wegzug und mindestens 183 Tagen Aufenthalt in den VAE.

Erst wenn du deinen Wohnsitz vollständig verlegst, deinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagerst und dies auch nachweisen kannst (Mietvertrag, Strom- und Wasserrechnungen, lokales Bankkonto, Aufenthaltsnachweise), wirst du im neuen Staat steuerpflichtig. Genau hier kommen Länder mit niedriger oder keiner Besteuerung ins Spiel.

Länder ohne Einkommensteuer: Der vollständige Überblick 2025

Weltweit gibt es nur eine Handvoll Staaten, die tatsächlich keine Einkommensteuer erheben. Diese Länder finanzieren sich durch andere Quellen wie Tourismus, Unternehmensgebühren, Zölle oder – im Fall der Golfstaaten – durch Rohstoffexporte. Für Unternehmer bedeutet das: potenziell 0 % Steuern auf persönliches Einkommen, Kapitalerträge und oft auch Dividenden.

Die wichtigsten steuerfreien Länder im Überblick:

Monaco – Steuerfreiheit im Herzen Europas

Monaco erhebt für die meisten Einwohner keine Einkommensteuer. Kapitalerträge, Dividenden und Vermögenszuwächse bleiben steuerfrei. Das Fürstentum liegt geografisch ideal an der französischen Riviera und bietet höchste Lebensqualität mit mediterranem Klima. Allerdings gibt es erhebliche Hürden: Eine Aufenthaltsgenehmigung erfordert einen Wohnsitz in Monaco (Immobilienkauf oder Jahresmiete ab 100.000 €), Nachweis ausreichender finanzieller Mittel (oft 500.000 € auf einem monegassischen Bankkonto) sowie einen einwandfreien Leumund.

Wichtig zu wissen: Französische Staatsbürger zahlen trotz Wohnsitz in Monaco weiterhin Steuern in Frankreich – eine Sonderregelung aus einem bilateralen Abkommen. Für deutsche Unternehmer ist Monaco theoretisch möglich, praktisch aber nur für sehr vermögende Personen mit überwiegend passiven Einkünften geeignet.

Vereinigte Arabische Emirate (Dubai, Abu Dhabi) – Die moderne Steueroase

Die VAE, insbesondere Dubai und Abu Dhabi, haben sich in den letzten Jahren zur ersten Wahl für international mobile Unternehmer entwickelt. Privatpersonen zahlen 0 % Einkommensteuer, 0 % Kapitalertragsteuer und 0 % auf Dividenden. Seit 2023 gilt für Unternehmen eine Körperschaftsteuer von 9 % auf Gewinne über 375.000 AED (ca. 95.000 €) – deutlich niedriger als in Europa.

Praxis-Beispiel Dubai: Ein E-Commerce-Unternehmer mit 200.000 € Jahresgewinn zahlt in Deutschland (bei Einzelunternehmen) ca. 70.000 € Einkommensteuer plus Sozialabgaben. In Dubai: 0 € persönliche Einkommensteuer, nur 9 % Körperschaftsteuer auf den Firmengewinn = ca. 18.000 €. Ersparnis: über 50.000 € pro Jahr – allerdings nur bei echtem Wohnsitz in Dubai (mindestens 183 Tage) und gültiger Residence Visa.

Die Vorteile der VAE: moderne Infrastruktur, stabiles Rechtssystem, keine Sprachbarrieren (Englisch überall akzeptiert), exzellente Anbindung nach Europa und Asien. Die Nachteile: Kein EU-Zugang, teils schwierige Bankeröffnung für EU-Bürger, jährliche Aufenthaltsnachweise erforderlich (alle 180 Tage einmal einreisen) und deutlich höhere Lebenshaltungskosten als in Zypern.

Bahamas, Bermuda, Cayman Islands – Klassische Offshore-Staaten

Diese karibischen Jurisdiktionen erheben keine Einkommensteuer, keine Kapitalertragsteuer und keine Erbschaftsteuer. Klingt verlockend – doch für aktive Unternehmer aus der EU sind sie meist ungeeignet. Die Gründe: extrem hohe Lebenshaltungskosten, schwierige Visaregelungen, eingeschränkte Reputation im internationalen Geschäftsverkehr und zunehmender Druck durch EU-Regulierungen.

Banken in Deutschland und Österreich sehen Firmen aus diesen Jurisdiktionen kritisch. Geschäftskonten sind schwer zu eröffnen, Payment-Provider blockieren oft Transaktionen. Zudem fehlen oft Doppelbesteuerungsabkommen – was zu rechtlichen Grauzonen führen kann. Für Holdings mit reinen Kapitalanlagen mag das funktionieren, für operative Geschäfte eher nicht.

Weitere Staaten ohne Einkommensteuer

Oman, Katar, Kuwait, Bahrain: Golfstaaten mit ähnlichem Modell wie die VAE, aber weniger entwickelter Infrastruktur für westliche Unternehmer. Brunei: Steuerfreiheit, aber quasi kein Zugang für Ausländer. Vanuatu: Steuerfreiheit gegen Investition (Citizenship by Investment), aber völlig abseits europäischer Geschäftsbeziehungen.

Das Fazit: Echte Steuerfreiheit (0 %) gibt es nur in wenigen Staaten – und diese sind entweder extrem teuer (Monaco), weit entfernt (VAE), oder reputationsschädlich (klassische Steueroasen). Für die meisten EU-Unternehmer ist ein Niedrigsteuerland in der EU die bessere Wahl.

Zypern: Die EU-Alternative mit minimaler Steuerbelastung

Wenn du realisierst, dass echte Steueroasen für dich nicht funktionieren, stellst du dir die richtige Frage: Wo zahle ich am wenigsten Steuern – bei maximaler Rechtssicherheit und ohne Reputationsrisiko? Die Antwort für die meisten Unternehmer aus dem deutschsprachigen Raum lautet: Zypern als Niedrigsteuerland.

Zypern ist Vollmitglied der Europäischen Union, nutzt den Euro als Währung und bietet eines der attraktivsten Steuersysteme in Europa. Die Kombination aus niedrigen Steuersätzen, EU-Rechtsrahmen und mediterraner Lebensqualität macht die Insel zum idealen Standort für digitale Unternehmer, Berater, E-Commerce-Betreiber und Holdings.

Steuern sparen und/oder ein Zypern Unternehmen gründen?
Lass uns deine Möglichkeiten für 0% Steuern besprechen!

Du möchtest endlich weniger Steuern bezahlen, hast aber noch einige Unklarheiten? Von der Firmengründung über Steuerresidenz bis hin zum Non-Dom-Status – wir analysieren deine Möglichkeiten für 0% Steuern!

In unserem kostenlosen Strategiegespräch besprechen wir deine individuelle Situation und klären alle offenen Fragen. Das heißt für dich:

Zukunftssicher 0%-Steuern – Wir zeigen dir alle Bausteine (Non-Dom-Status, steuerfreie Dividenden, etc.) für maximale Steuerfreiheit!

Zypern Steuerresidenz – Wir klären, ob sich die 60-Tage oder 183-Tage-Regelung für deine 0%-Steuerstrategie eignen!

Optimale Unternehmensform – Wir prüfen, welche Struktur individuell für deine Steuerziele am besten geeignet ist!

Rechtssichere Umsetzung – Wir zeigen dir EU-konforme Strukturen für legale Steuerfreiheit!

👉 Wir besprechen gemeinsam deine individuelle Steuersituation + deine Möglichkeiten für 0% Steuern & wie du einfach & schnell eine Firma auf Zypern gründest! Jetzt kostenloses Strategiegespräch sichern:

Bereits 150+ Menschen geholfen Steuern auf Zypern zu sparen.

Die Steuervorteile Zyperns im Detail:

  • 12,5 % Körperschaftsteuer – einer der niedrigsten Sätze in der EU
  • 0 % auf Dividenden für Non-Dom-Residents (17 Jahre lang)
  • 0 % auf Zinseinkünfte aus dem Ausland für Non-Doms
  • 0 % auf Mieteinnahmen aus ausländischen Immobilien für Non-Doms
  • IP-Box-Regime: Effektiv 2,5 % auf Einkünfte aus geistigem Eigentum
  • Keine Erbschaftsteuer und keine Schenkungsteuer
  • Über 60 Doppelbesteuerungsabkommen, darunter mit Deutschland, Österreich, Schweiz

Konkrete Steuerberechnung: Deutschland vs. Zypern

Zahlen sagen mehr als tausend Worte. Schauen wir uns an, wie sich die Steuerbelastung für einen typischen Unternehmer konkret unterscheidet:

Rechenbeispiel: Online-Marketing-Agentur mit 150.000 € Jahresgewinn

Szenario Deutschland (GmbH mit Geschäftsführer-Gesellschafter):
Körperschaftsteuer (15 %) + Soli: ca. 15.825 €
Gewerbesteuer (ca. 15 %): ca. 22.500 €
Verbleibender Gewinn: 111.675 €
Bei Ausschüttung: Kapitalertragsteuer 25 % + Soli = ca. 29.400 €
Netto beim Gesellschafter: ca. 82.275 €
Gesamtsteuerbelastung: ca. 45 %

Szenario Zypern (Limited mit Non-Dom-Status):
Körperschaftsteuer (12,5 %): 18.750 €
Verbleibender Gewinn: 131.250 €
Bei Ausschüttung als Non-Dom: 0 € (steuerfrei)
Netto beim Gesellschafter: 131.250 €
Gesamtsteuerbelastung: 12,5 %

Jährliche Steuerersparnis: 48.975 € – fast 49.000 € mehr Nettoertrag!

Diese Ersparnis ist nicht nur einmalig, sondern Jahr für Jahr realisierbar – bei voller Rechtssicherheit innerhalb der EU. Mit dem gesparten Geld kannst du in Wachstum investieren, Mitarbeiter einstellen oder einfach mehr Lebensqualität genießen.

Der Non-Dom-Status: Dein Schlüssel zur Steuerfreiheit auf passive Einkünfte

Ein besonderes Highlight des zyprischen Steuersystems ist der Non-Dom-Status. Damit sind für 17 aufeinanderfolgende Jahre alle passiven Einkünfte aus dem Ausland komplett steuerfrei – dazu zählen Dividenden, Zinsen und Mieteinnahmen.

Voraussetzungen für den Non-Dom-Status:

  1. Du warst in den letzten 17 Jahren vor Beantragung nicht steuerlich ansässig in Zypern
  2. Du verbringst mindestens 60 Tage pro Jahr auf Zypern
  3. Du hast keinen steuerlichen Wohnsitz in einem anderen Land
  4. Du hast einen Wohnsitz oder ein Geschäft auf Zypern und bist nicht mehr als 183 Tage in einem anderen Land

Besonders interessant für Unternehmer: Deine zyprische Firma zahlt zwar 12,5 % Körperschaftsteuer auf den Gewinn – aber wenn du dir als Non-Dom Dividenden ausschüttest, zahlst du darauf 0 % persönliche Steuer. In Deutschland würden auf die gleiche Ausschüttung 25 % Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag anfallen.

Vergleich: Wo zahlt man am wenigsten Steuern in Europa?

Wenn du innerhalb Europas bleiben möchtest – sei es aus regulatorischen Gründen, wegen EU-Markt-Zugang oder einfach aus persönlicher Präferenz – hast du mehrere Optionen. Schauen wir uns die wichtigsten Niedrigsteuerländer in Europa im direkten Vergleich an:

Land Körperschaftsteuer Persönliche Einkommensteuer Besonderheiten Für wen geeignet?
Zypern 12,5 % 0–35 % (Non-Dom: 0 % auf Auslandsdividenden) EU-Mitglied, 60+ DBA, mediterranes Klima, englischsprachig Digitale Nomaden, Holdings, E-Commerce, Berater
Bulgarien 10 % 10 % (Flat Tax) Niedrigste Flat Tax in EU, sehr günstige Lebenshaltung Kostenorientierte Unternehmer, niedrige Ansprüche an Infrastruktur
Irland 12,5 % 20–40 % Tech-Hub, starke IP-Vorteile, englischsprachig Tech-Start-ups, große Konzerne, SaaS-Unternehmen
Malta 35 % (effektiv 5–10 % durch Rückerstattungen) 0–35 % (mit Non-Dom ähnlich wie Zypern) Komplexes Rückerstattungssystem, Gaming-Lizenzen, sehr klein Gaming-Industrie, sehr vermögende Personen
Estland 20 % (nur bei Ausschüttung) 20 % E-Residency, Besteuerung erst bei Gewinnausschüttung Wachstumsunternehmen, die Gewinne reinvestieren
Andorra 10 % 10 % Nicht EU, aber SEPA, geringe Bürokratie Bergliebhaber, Vermögensverwaltung

Wie die Tabelle zeigt, bietet Zypern die beste Kombination aus niedrigen Steuersätzen, EU-Mitgliedschaft und Lebensqualität. Während Bulgarien zwar 2,5 % niedrigere Körperschaftsteuer hat, fehlt dort die Non-Dom-Regelung für Dividenden. Irland hat zwar eine ähnlich niedrige Körperschaftsteuer, aber deutlich höhere persönliche Einkommensteuern und ein kälteres, regnerischeres Klima.

Rechtssichere Wohnsitzverlagerung: So geht’s Schritt für Schritt

Die Theorie ist klar – doch wie setzt du eine Wohnsitzverlagerung in ein steuerlich attraktives Land konkret um? Hier kommt die Praxis: eine detaillierte Checkliste, die dich durch den gesamten Prozess führt.

Phase 1: Vorbereitung und Planung (3–6 Monate vor Wegzug)

Checkliste: Vorbereitung der Wohnsitzverlagerung

  • Bestandsaufnahme: Wo hast du aktuell Wohnsitze, Betriebsstätten, Einkünfte?
  • Zielland festlegen: Welches Land passt zu deinem Geschäftsmodell und Lebensstil?
  • Steuerberater mit Expertise in beiden Ländern beauftragen
  • Wegzugsbesteuerung prüfen: Hast du Beteiligungen über 1 % an Kapitalgesellschaften?
  • Geschäftliche Auswirkungen analysieren: Welche Verträge müssen angepasst werden?
  • Bankkonten vorbereiten: Welche Konten bleiben, welche werden geschlossen?
  • Familienplanung: Ziehen Ehepartner und Kinder mit? Schulsituation klären

Ein besonders wichtiger Punkt ist die Wegzugsbesteuerung. Wenn du als deutscher Unternehmer mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft hältst und ins Ausland ziehst, wird eine fiktive Veräußerung deiner Anteile besteuert – als ob du sie verkauft hättest. Bei hohen Unternehmenswerten kann das zu erheblichen Steuernachzahlungen führen. Mit richtiger Planung lässt sich das jedoch steuern oder sogar vermeiden.

Phase 2: Wohnsitzverlagerung nach Zypern durchführen

Sobald die Vorbereitung abgeschlossen ist, geht es an die praktische Umsetzung. Für Zypern als EU-Land ist der Prozess vergleichsweise unkompliziert – aber du musst jeden Schritt dokumentieren.

Schritt-für-Schritt: Wohnsitz nach Zypern verlegen

  1. Wohnung in Deutschland aufgeben: Mietvertrag kündigen oder Wohnung verkaufen. Wichtig: Keine Wohnung zur ständigen Verfügung behalten.
  2. Mietvertrag in Zypern abschließen: Mindestens 12 Monate Laufzeit, auf deinen Namen, mit monatlichen Mietzahlungen per Banküberweisung (Nachweis!).
  3. Nach Zypern umziehen: Physisch umziehen und mindestens 183 Tage pro Jahr auf der Insel verbringen (besser 220+ Tage im ersten Jahr).
  4. Yellow Slip beantragen: Als EU-Bürger beantragst du beim Migration Department den gelben Aufenthaltsstatus (MEU1). Benötigte Dokumente: Reisepass, Mietvertrag, Bescheinigung über Krankenversicherung, Kontoauszüge.
  5. Krankenversicherung registrieren: Anmeldung beim zyprischen Gesundheitssystem GESY – Pflicht für alle Residents.
  6. Steuerregistrierung: Tax Identification Number (TIN) beim Tax Department beantragen.
  7. Bankkonto eröffnen: Lokales Bankkonto auf Zypern als Nachweis der Ansässigkeit.
  8. Utilities anmelden: Strom, Wasser, Internet auf deinen Namen registrieren – wichtige Nachweise für Finanzamt.
  9. Abmeldung in Deutschland: Beim Einwohnermeldeamt abmelden, deutsche Behörden informieren.

Besonders wichtig: Dokumentiere jeden Schritt! Sammle alle Nachweise (Flugtickets, Rechnungen, Bankauszüge), die belegen, dass du deinen Lebensmittelpunkt wirklich nach Zypern verlegt hast. Das deutsche Finanzamt prüft das bei größeren Einkommen sehr genau.

Steuern sparen und/oder ein Zypern Unternehmen gründen?
Lass uns deine Möglichkeiten für 0% Steuern besprechen!
👉 Wir besprechen gemeinsam deine individuelle Steuersituation + deine Möglichkeiten für 0% Steuern & wie du einfach & schnell eine Firma auf Zypern gründest! Jetzt kostenloses Strategiegespräch sichern:

Bereits 150+ Menschen geholfen Steuern auf Zypern zu sparen.

Phase 3: Firmenstruktur optimieren

Mit persönlichem Wohnsitz auf Zypern ist der erste Schritt getan. Jetzt geht es um die optimale Unternehmensstruktur. Für die meisten Unternehmer bedeutet das: Gründung einer zyprischen Limited oder Verlagerung der bestehenden Firma.

Wichtig: Substanzanforderungen erfüllen!
Eine zyprische Firma benötigt echte wirtschaftliche Substanz, um von deutschen und österreichischen Behörden anerkannt zu werden:

  • Physisches Büro auf Zypern (kann auch Coworking sein, muss aber dokumentiert werden)
  • Lokale Geschäftsführung: Mindestens ein Geschäftsführer muss auf Zypern ansässig sein (kannst du selbst sein)
  • Geschäftstätigkeit vor Ort: Regelmäßige Meetings, lokale Dienstleister, zyprisches Bankkonto
  • Buchhaltung in Zypern: Lokaler Buchhalter oder Steuerberater dokumentiert alle Geschäftsvorfälle
  • Board Meetings: Mindestens 2–4 Mal pro Jahr dokumentierte Geschäftsführersitzungen auf Zypern

Wenn du ein Einzelunternehmen ins Ausland verlegen möchtest, ist der Prozess etwas komplexer. Oft ist es sinnvoller, eine neue Limited zu gründen und das Geschäft schrittweise zu übertragen – immer in Abstimmung mit einem spezialisierten Steuerberater.

Phase 4: Doppelbesteuerung vermeiden

Ein häufiges Missverständnis: Nur weil du nach Zypern ziehst, heißt das nicht automatisch, dass Deutschland keine Steuern mehr verlangt. Entscheidend ist das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Zypern.

Das DBA regelt, welches Land das Besteuerungsrecht hat. Grundregel: Unternehmensgewinne werden dort besteuert, wo die Geschäftsleitung ansässig ist. Wenn du also auf Zypern lebst und deine Firma von dort aus leitest, hat Zypern das Besteuerungsrecht. Deutschland darf dann nicht nochmal besteuern.

Wichtige Dokumente für das DBA:

Erforderliche Nachweise zur Vermeidung der Doppelbesteuerung:

  • Tax Residence Certificate: Bescheinigung der zyprischen Steuerbehörde, dass du dort ansässig bist
  • Aufenthaltsnachweise: Flugtickets, Kreditkartenabrechnungen, Stromrechnungen für mindestens 183 Tage
  • Mietvertrag: Langfristiger Vertrag über deine Wohnung auf Zypern
  • Bescheinigung des Yellow Slip: Offizieller Aufenthaltsstatus
  • Bankauszüge: Nachweise über lokale Bankkonten und Transaktionen
  • GESY-Registrierung: Krankenversicherungsnachweis auf Zypern

Mit diesen Unterlagen kannst du dem deutschen Finanzamt nachweisen, dass du steuerlich in Zypern ansässig bist und Deutschland kein Besteuerungsrecht mehr hat. Ohne diese Nachweise riskierst du jedoch, dass beide Länder Steuern verlangen – und das willst du definitiv vermeiden.

Spezielle Situationen: Was gilt für Krypto, Immobilien und passive Einkünfte?

Je nach Art deiner Einkünfte gibt es besondere Regelungen. Schauen wir uns drei häufige Fälle an:

Kryptowährungen: Steuerfreiheit auf Zypern

Krypto-Investoren und -Trader aufgepasst: Zypern behandelt private Krypto-Gewinne sehr großzügig. Wenn du als Privatperson Bitcoin, Ethereum & Co. kaufst und verkaufst, sind die Gewinne in der Regel steuerfrei – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um gewerblichen Handel.

Für professionelle Krypto-Trader gilt: Gewinne aus Trading können als Geschäftseinkommen betrachtet werden und unterliegen dann der normalen Körperschaftsteuer von 12,5 %. Trotzdem deutlich besser als die Einkommensteuer in Deutschland. Alle Details findest du in unserem Ratgeber zu Krypto-Steuern auf Zypern.

Immobilien: Mieteinnahmen und Verkaufsgewinne

Hast du Immobilien auf Zypern oder im Ausland? Als Non-Dom sind Mieteinnahmen aus ausländischen Immobilien steuerfrei. Mieteinnahmen aus zyprischen Immobilien unterliegen hingegen der normalen Einkommensteuer (0–35 %, je nach Höhe).

Verkaufsgewinne aus Immobilien werden auf Zypern mit 20 % Capital Gains Tax besteuert – allerdings nur auf den Wertzuwachs seit 1980 und mit Freibeträgen von bis zu 85.430 € pro Person. In der Praxis zahlen viele Immobilienverkäufer auf Zypern gar keine oder nur minimale Steuern.

Achtung bei Immobilien in Nordzypern:
Immobilien in Nordzypern (türkischer Teil) werden international nicht anerkannt. Auch die Steuersituation in Nordzypern ist völlig anders und oft problematisch. Wir raten dringend davon ab, im nicht-anerkannten Nordteil der Insel Immobilien zu erwerben.

Passive Einkünfte: Dividenden, Zinsen, Lizenzgebühren

Als Non-Dom auf Zypern zahlst du auf passive Einkünfte aus dem Ausland 0 % Steuern. Das umfasst:

  • Dividenden von ausländischen Firmen
  • Zinsen auf Bankkonten, Anleihen, Kredite im Ausland
  • Mieteinnahmen aus ausländischen Immobilien
  • Lizenzgebühren aus IP-Rechten (wenn nicht geschäftlich genutzt)

Diese Regelung gilt für 17 Jahre – eine der längsten Non-Dom-Perioden weltweit. Zum Vergleich: In UK gilt der Non-Dom-Status nur noch sehr eingeschränkt, in Malta ist er komplizierter zu erlangen.

Häufige Fehler bei der Wohnsitzverlagerung – und wie du sie vermeidest

Aus unserer Erfahrung mit hunderten Mandanten kennen wir die typischen Stolpersteine. Hier sind die fünf häufigsten Fehler – und wie du sie umgehst:

Fehler 1: Scheinselbstständigkeit im Ausland

Viele Unternehmer gründen eine Firma im Ausland, bleiben aber faktisch in Deutschland wohnen. Das funktioniert nicht. Das deutsche Finanzamt prüft deinen tatsächlichen Aufenthaltsort – und wenn du mehr als 183 Tage in Deutschland bist, bleibst du dort steuerpflichtig.

Lösung: Dokumentiere jeden Aufenthaltstag penibel. Nutze Apps wie „Tax Residency Tracker“ oder führe eine Excel-Liste mit allen Reisen. Nur wer nachweisen kann, dass er weniger als 183 Tage in Deutschland war und mehr als 183 Tage im neuen Staat, ist rechtlich auf der sicheren Seite.

Fehler 2: Fehlende wirtschaftliche Substanz

Eine Briefkastenfirma ohne echte Geschäftstätigkeit wird von deutschen Behörden nicht anerkannt. Die Folge: Die Firma wird als „Scheinfirma“ eingestuft und du wirst trotzdem in Deutschland besteuert.

Lösung: Sorge für echte Substanz – Büro (physisch oder zumindest dokumentierter Coworking Space), lokale Geschäftsführung, regelmäßige Board Meetings auf Zypern, zyprischer Buchhalter, lokales Bankkonto. Dokumentiere alle Geschäftsaktivitäten lückenlos.

Fehler 3: Unzureichende Dokumentation

Viele Unternehmer unterschätzen, wie genau das Finanzamt prüft. Ohne lückenlose Nachweise über Aufenthalte, Geschäftstätigkeit und Lebensmittelpunkt wird die Verlagerung angezweifelt.

Lösung: Sammle von Tag 1 an alle Belege: Flugtickets, Hotelrechnungen (bei Reisen), Mietvertrag, Stromrechnungen, Kreditkartenabrechnungen, Tankquittungen. Je mehr Nachweise, desto besser.

Fehler 4: Wegzugsbesteuerung ignorieren

Die Wegzugsbesteuerung kann bei Unternehmern mit hohen Beteiligungswerten zu sechsstelligen Steuernachzahlungen führen. Viele wissen davon nichts und werden nach dem Wegzug böse überrascht.

Lösung: Kläre vor dem Wegzug mit einem Steuerberater, ob und in welcher Höhe Wegzugsbesteuerung anfällt. Es gibt legale Gestaltungsmöglichkeiten wie Ratenzahlung über 7 Jahre oder Rückkehroption.

Fehler 5: Falsche Erwartungen an „Steueroasen“

Viele Unternehmer träumen von 0 % Steuern und gründen Firmen auf den Cayman Islands oder in Panama. In der Praxis scheitern solche Konstrukte meist an fehlenden Bankkonten, Reputationsproblemen und mangelnder rechtlicher Anerkennung.

Lösung: Setze auf anerkannte Niedrigsteuerländer in der EU wie Zypern. Die Steuerersparnis ist zwar nicht ganz so hoch wie bei echten Steueroasen (12,5 % statt 0 %), dafür hast du volle Rechtssicherheit, EU-Bankkonten und internationale Anerkennung.

Leben auf Zypern: Mehr als nur Steuervorteile

Bei aller Fokussierung auf Steuern solltest du nicht vergessen: Du verlegst nicht nur eine Firmenadresse, sondern deinen gesamten Lebensmittelpunkt. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Lebensqualität auf der Insel.

Zypern bietet über 300 Sonnentage pro Jahr, durchschnittliche Temperaturen von 15–30°C und eine entspannte mediterrane Lebensweise. Die Insel ist deutlich günstiger als Deutschland: Mieten außerhalb der Touristenzentren liegen bei 600–1.200 € für eine 2-Zimmer-Wohnung, Lebensmittel kosten etwa 20 % weniger als in deutschen Großstädten. Mehr Details findest du in unserem Ratgeber zum Leben auf Zypern.

Für Familien wichtig: Es gibt mehrere internationale Schulen mit deutschem oder englischem Curriculum. Viele Expats berichten, dass ihre Kinder die Umstellung gut gemeistert haben. Alle Infos dazu in unserem Artikel Zypern mit Kindern.

Die Infrastruktur ist gut entwickelt: schnelles Internet (100–1000 Mbit/s in Städten), moderne Co-Working-Spaces, internationale Community aus digitalen Nomaden und Unternehmern. Englisch wird fast überall gesprochen – Griechischkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Aktuelle Entwicklungen: Die Steuerreform 2025 und ihre Auswirkungen

Zypern hat 2024/2025 einige Anpassungen am Steuersystem vorgenommen, um internationalen Standards (OECD, EU) gerecht zu werden. Die gute Nachricht: Die Kernvorteile bleiben bestehen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Wichtige Punkte der Zypern Steuerreform 2025:

  • Körperschaftsteuer bleibt bei 12,5 % – keine Erhöhung geplant
  • Non-Dom-Status bleibt erhalten – weiterhin 17 Jahre Steuerbefreiung auf ausländische Dividenden, Zinsen, Mieten
  • Verschärfte Substanzanforderungen: Mehr Fokus auf echte Geschäftstätigkeit, nicht nur formale Registrierung
  • Transfer Pricing Dokumentation: Bei konzerninternen Verrechnungen jetzt Pflicht
  • CFC-Rules: Besteuerung ausländischer Tochtergesellschaften unter bestimmten Bedingungen
  • DAC6-Meldepflichten: Steuerberater müssen grenzüberschreitende Steuergestaltungen melden

Für die meisten Klein- und Mittelstandsunternehmer ändern diese Anpassungen wenig. Wer ohnehin echte Geschäftstätigkeit ausübt und nicht in komplexe Konzernstrukturen involviert ist, profitiert weiterhin uneingeschränkt von den niedrigen Steuersätzen.

Alternative Szenarien: Teilzeit auf Zypern oder hybride Modelle

Nicht jeder kann oder will vollständig nach Zypern auswandern. Die gute Nachricht: Es gibt auch hybride Lösungen, die steuerliche Vorteile bringen – wenn auch nicht in vollem Umfang.

Szenario 1: Zypern-Limited mit Wohnsitz in Deutschland

Du könntest eine Zypern-Limited gründen, aber in Deutschland wohnen bleiben. In diesem Fall unterliegt die Limited zwar der niedrigen zyprischen Körperschaftsteuer (12,5 %), aber: Bei Gewinnausschüttung an dich zahlst du in Deutschland Kapitalertragsteuer (25 % + Soli). Außerdem musst du nachweisen, dass die Geschäftsleitung wirklich in Zypern stattfindet – sonst gilt sie als deutsche Firma.

Vorteil: Du musst nicht umziehen, profitierst aber von niedrigerer Körperschaftsteuer.
Nachteil: Keine Steuerfreiheit auf Dividenden, hoher Dokumentationsaufwand, Risiko der Nichtanerkennung.

Szenario 2: 6 Monate Zypern, 6 Monate Deutschland

Manche Unternehmer versuchen, genau 183 Tage auf Zypern zu verbringen und den Rest in Deutschland. Theoretisch möglich – praktisch schwierig. Du darfst in Deutschland keinen Wohnsitz mehr haben (auch nicht zur „jederzeitigen Verfügung“) und musst nachweisen, dass dein Lebensmittelpunkt auf Zypern liegt.

Vorteil: Steuerliche Vorteile bei regelmäßigen Deutschland-Aufenthalten.
Nachteil: Hoher Dokumentationsaufwand, rechtlich unsicher bei Prüfungen, keine Wohnung in Deutschland möglich.

Szenario 3: Digitaler Nomade mit Zypern als Basis

Zypern eignet sich hervorragend als Basis für digitale Nomaden. Du registrierst deinen Wohnsitz auf Zypern (mindestens 60 Tage pro Jahr), reist aber regelmäßig in andere Länder. Solange du in keinem anderen Land mehr als 183 Tage verbringst, bleibst du steuerlich in Zypern ansässig und profitierst von den niedrigen Sätzen.

Vorteil: Maximale Flexibilität, niedrige Steuern, EU-Basis.
Nachteil: Erfordert genaue Dokumentation aller Aufenthalte.

Für Selbstständige: Besonderheiten bei der Steueroptimierung

Wenn du als Selbstständiger nach Zypern ziehst, gelten teilweise andere Regeln als für Kapitalgesellschaften. Hier die wichtigsten Punkte:

Steueroptimierung für Selbstständige auf Zypern:

  • Option 1: Einzelunternehmen – Besteuerung nach progressivem Einkommensteuertarif (0–35 %), aber keine Sozialversicherung für ausländische Einkünfte als Non-Dom
  • Option 2: Limited gründen – 12,5 % Körperschaftsteuer + 0 % auf Dividenden als Non-Dom = effektiv ca. 12,5 % Gesamtbelastung
  • Freibeträge nutzen: Bis 19.500 € Jahreseinkommen steuerfrei
  • Betriebsausgaben optimieren: Büro, Equipment, Reisekosten voll absetzbar
  • Keine Gewerbesteuer auf Zypern – im Gegensatz zu Deutschland

Für die meisten Selbstständigen mit höherem Einkommen (ab ca. 50.000 € pro Jahr) lohnt sich die Gründung einer Limited mehr als ein Einzelunternehmen. Die Kombination aus niedriger Körperschaftsteuer und steuerfreien Dividenden führt zu einer Gesamtsteuerbelastung von nur 12,5 % – unschlagbar im EU-Vergleich.

Kosten der Verlagerung: Was kommt auf dich zu?

Steueroptimierung ist nicht kostenlos – aber die Investition rechnet sich schnell. Hier eine realistische Kostenübersicht für die Verlagerung nach Zypern:

Position Einmalige Kosten Jährliche Kosten
Steuerberatung (DE + CY) 3.000–8.000 € 2.000–4.000 €
Firmengründung Zypern 1.500–3.000 €
Buchführung & Jahresabschluss 1.500–3.500 €
Registered Office / Büro 500–3.000 €
Umzugskosten 2.000–5.000 €
Miete Zypern (erste Monate) 2.000–4.000 € 7.200–18.000 €
GESY Krankenversicherung 400–1.200 €
GESAMT (ca.) 8.500–22.000 € 11.600–29.700 €

Bei einem Jahresgewinn von 150.000 € sparst du (siehe Rechenbeispiel oben) ca. 49.000 € Steuern pro Jahr. Selbst bei den höchsten Kosten (ca. 30.000 € jährlich) bleiben dir noch rund 19.000 € Nettoersparnis – und das Jahr für Jahr. Ab dem zweiten Jahr, wenn die einmaligen Kosten wegfallen, wird die Ersparnis noch deutlicher.

Abschließende Informationen: In welchem Land zahlt man keine Steuern?

Wie verhindere ich Doppelbesteuerung zwischen Deutschland und meinem neuen Wohnsitzland?

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) regeln, welches Land das Besteuerungsrecht hat. Deutschland hat mit über 90 Ländern solche Abkommen, darunter auch mit Zypern. Das DBA zwischen Deutschland und Zypern besagt vereinfacht: Wenn du deinen steuerlichen Wohnsitz nach Zypern verlegst, hat Zypern das Besteuerungsrecht für deine weltweiten Einkünfte – Deutschland darf dann nicht mehr besteuern. Entscheidend ist der Nachweis: Du benötigst eine Tax Residence Certificate (Ansässigkeitsbescheinigung) von der zyprischen Steuerbehörde, die bescheinigt, dass du dort steuerlich ansässig bist. Zusätzlich solltest du Aufenthaltsnachweise sammeln (mindestens 183 Tage in Zypern), Mietvertrag, Stromrechnungen, lokales Bankkonto und Yellow Slip vorweisen können. Mit diesen Unterlagen reichst du in Deutschland eine Freistellung ein – und zahlst fortan nur noch in Zypern Steuern. Ohne diese Nachweise riskierst du, dass beide Länder besteuern wollen.

Welche Aufenthaltsregeln muss ich erfüllen, um steuerlich im neuen Land ansässig zu sein?

Die meisten Länder nutzen die sogenannte 183-Tage-Regel: Wer sich mehr als 183 Tage (also mehr als die Hälfte des Jahres) in einem Land aufhält, gilt dort als steuerlich ansässig. Zypern bietet sogar eine Sonderregelung: Die „60-Tage-Regel“ erlaubt unter bestimmten Bedingungen eine Steueransässigkeit bereits ab 60 Tagen Aufenthalt – vorausgesetzt, du hast keinen Wohnsitz in einem anderen Land und bist nicht mehr als 183 Tage woanders. In der Praxis empfehlen wir jedoch, im ersten Jahr mindestens 220 Tage auf Zypern zu verbringen, um jegliche Zweifel auszuräumen. Dokumentiere jeden Aufenthaltstag lückenlos: Flugtickets, Kreditkartenabrechnungen, Tankquittungen, Restaurantrechnungen. Das deutsche Finanzamt prüft bei höheren Einkommen sehr genau – und ohne saubere Dokumentation riskierst du, dass deine zyprische Ansässigkeit nicht anerkannt wird.

Kann ich meine bestehende deutsche GmbH einfach nach Zypern verlegen?

Eine direkte Sitzverlegung einer deutschen GmbH nach Zypern ist theoretisch möglich, praktisch aber komplex und oft nicht sinnvoll. Einfacher und rechtssicherer ist meist die Neugründung einer zyprischen Limited und schrittweise Übertragung der Geschäftstätigkeit. Dabei solltest du Folgendes beachten: Die deutsche GmbH kann liquidiert oder in eine Holding umgewandelt werden, Geschäftsbeziehungen und Verträge werden auf die neue zyprische Firma übertragen, Mitarbeiter können übernommen oder neu eingestellt werden. Wichtig ist, dass die zyprische Firma echte wirtschaftliche Substanz hat – nicht nur eine formale Verlagerung auf dem Papier. Ein spezialisierter Steuerberater sollte den Prozess begleiten, um steuerliche Fallstricke (Wegzugsbesteuerung, Aufdeckung stiller Reserven) zu vermeiden. Mehr Infos findest du in unserem Ratgeber zum Verlegen von Unternehmen ins Ausland.

Was passiert mit meiner Sozialversicherung, wenn ich nach Zypern ziehe?

Als EU-Bürger mit Wohnsitz auf Zypern bist du im zyprischen Sozialversicherungssystem GESY versichert. Die gute Nachricht: GESY ist deutlich günstiger als die deutsche Krankenversicherung – Beiträge liegen bei etwa 2,65 % des Einkommens (max. ca. 180 € pro Monat für Selbstständige mit hohem Einkommen) statt 14,6 % + Pflegeversicherung in Deutschland. Die Leistungen sind solide, wenn auch nicht auf deutschem Niveau. Viele Expats schließen zusätzlich eine private Zusatzversicherung ab (200–500 € pro Monat je nach Alter und Umfang). Rentenbeiträge: Wenn du nach Zypern ziehst und dort arbeitest, zahlst du in die zyprische Rentenversicherung ein. Deine deutschen Rentenansprüche bleiben aber erhalten und werden später mit den zyprischen Zeiten zusammengerechnet. Die EU garantiert durch Koordinierungsregelungen, dass dir keine Nachteile entstehen. Mehr Details in unserem Ratgeber zur Krankenversicherung auf Zypern.

1Lohnt sich die Verlagerung nach Zypern auch bei geringeren Einkommen?

Das hängt stark von deiner individuellen Situation ab. Als Faustregel gilt: Ab einem Jahresgewinn von etwa 50.000–70.000 € beginnt sich die Verlagerung nach Zypern finanziell zu lohnen – vor allem wenn du passive Einkünfte (Dividenden, Zinsen, Mieten) hast, die als Non-Dom steuerfrei wären. Bei geringeren Einkommen sind die Kostenersparnisse oft zu gering, um die Umzugskosten und laufenden Ausgaben zu rechtfertigen. Rechenbeispiel bei 50.000 € Jahresgewinn: In Deutschland zahlst du ca. 20.000 € Steuern (als GmbH), in Zypern ca. 6.250 € – Ersparnis 13.750 € pro Jahr. Bei Kosten von ca. 10.000–15.000 € im ersten Jahr bleibt nicht viel über. Ab dem zweiten Jahr aber ergibt sich ein klarer Vorteil. Zusätzlich solltest du nicht-finanzielle Faktoren berücksichtigen: Suchst du Sonne, Meer und eine entspannte Lebensweise? Dann kann sich der Schritt auch bei geringerem Einkommen lohnen. Willst du nur Steuern sparen, sollten mindestens 70.000 € Gewinn vorliegen.

Fazit: In welchem Land zahlt man keine Steuern – und welche Lösung ist für dich richtig?

Die Frage, in welchem Land man keine Steuern zahlt, lässt sich nicht pauschal mit einer Antwort lösen. Es gibt Länder ohne Einkommensteuer wie Monaco oder die VAE – doch diese sind für die meisten EU-Unternehmer entweder schwer zugänglich, extrem teuer oder rechtlich problematisch im internationalen Geschäftsverkehr.

Die realistische und nachhaltige Lösung für deutsche, österreichische und Schweizer Unternehmer liegt in Niedrigsteuerländern innerhalb der EU – und hier ist Zypern die klare Nummer 1. Mit einer Körperschaftsteuer von nur 12,5 %, steuerfreien Dividenden für Non-Doms und über 60 Doppelbesteuerungsabkommen bietet die Mittelmeerinsel eine Kombination aus niedrigen Steuern, voller Rechtssicherheit und hoher Lebensqualität.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Echte Steuerfreiheit (0 %) gibt es nur in wenigen Ländern – meist mit erheblichen Hürden
  • Zypern als Niedrigsteuerland kombiniert 12,5 % Körperschaftsteuer mit EU-Vorteilen
  • Der Non-Dom-Status macht passive Einkünfte aus dem Ausland für 17 Jahre steuerfrei
  • Die 183-Tage-Regel entscheidet über deinen steuerlichen Wohnsitz – dokumentiere alles!
  • Wirtschaftliche Substanz ist Pflicht – Briefkastenfirmen funktionieren nicht mehr
  • Mit richtiger Planung kannst du deine Steuerlast legal auf unter 15 % senken
  • Die Investition in Beratung und Umzug rechnet sich ab ca. 50.000–70.000 € Jahresgewinn
  • Über 60 Doppelbesteuerungsabkommen sichern deine Rechtssicherheit

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der sauberen Planung und Umsetzung. Eine Wohnsitzverlagerung ist kein „Quick Fix“, sondern ein strukturierter Prozess, der professionelle Begleitung erfordert. Wer hier Fehler macht – fehlende Substanz, unzureichende Dokumentation, ignorierte Wegzugsbesteuerung – riskiert hohe Nachzahlungen und rechtliche Probleme.

Gleichzeitig ist eine korrekt durchgeführte Verlagerung nach Zypern eine der legalsten und effektivsten Methoden zur Steueroptimierung in Europa. Du profitierst nicht nur von niedrigen Steuersätzen, sondern auch von einem angenehmen Lebensstil, exzellenter digitaler Infrastruktur und einer wachsenden Community internationaler Unternehmer.

Der nächste Schritt:
Du überlegst ernsthaft, nach Zypern zu ziehen und von den niedrigen Steuern zu profitieren? Dann solltest du jetzt handeln – aber mit professioneller Unterstützung. Wir bei zypernlifestyle.com begleiten dich durch den gesamten Prozess: von der ersten Beratung über die Firmengründung bis zur vollständigen Ansässigkeit auf Zypern. Unsere Experten kennen alle rechtlichen und steuerlichen Fallstricke und sorgen dafür, dass deine Verlagerung sauber, rechtssicher und effizient abläuft.

Buche dir jetzt ein kostenloses 30-minütiges Strategiegespräch, in dem wir gemeinsam prüfen:

  • Ob Zypern für dein Geschäftsmodell die richtige Wahl ist
  • Wie hoch deine konkrete Steuerersparnis wäre
  • Welche Schritte als Nächstes nötig sind
  • Welche Kosten und Zeitpläne realistisch sind

Jetzt kostenloses Strategiegespräch vereinbaren

Die Frage ist nicht mehr „In welchem Land zahlt man keine Steuern?“, sondern: „Wann startest du mit deiner Steueroptimierung?“ Jedes Jahr, das du wartest, sind tausende Euro Steuern, die du unnötig zahlst – Geld, das du stattdessen in dein Unternehmen, deine Familie oder deine Lebensqualität investieren könntest.

Zypern wartet auf dich – mit Sonne, Meer und einem der besten Steuersysteme Europas. Lass uns gemeinsam den ersten Schritt gehen.

Facebook
Twitter
LinkedIn
Häufig gestellte Fragen
Ja, es gibt weltweit etwa ein Dutzend Staaten, die keine Einkommensteuer erheben. Die bekanntesten sind Monaco, die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi), Bahamas, Bermuda und die Cayman Islands. Diese Länder finanzieren sich über andere Quellen wie Tourismus, Unternehmensgebühren oder Rohstoffexporte. Allerdings ist der Zugang zu diesen Ländern für EU-Bürger oft schwierig: Aufenthaltsgenehmigungen sind teuer oder mit hohen Anforderungen verbunden, Lebenshaltungskosten sind meist sehr hoch und die rechtliche Anerkennung kann problematisch sein. Für die meisten deutschen Unternehmer ist ein EU-Niedrigsteuerland wie Zypern die praktischere Alternative – mit 12,5 % Körperschaftsteuer und 0 % auf Dividenden für Non-Doms erreichst du eine ähnlich niedrige Gesamtbelastung bei voller Rechtssicherheit.
Absolut gar keine Steuern zu zahlen ist nur in wenigen Konstellationen möglich: Leben in einem steuerfreien Staat (Monaco, VAE) mit ausschließlich ausländischen Kapitaleinkünften, oder sehr niedrige Einkünfte unterhalb der Freibeträge. Realistischer ist es, die Steuerlast auf ein Minimum zu reduzieren. Das gelingt durch Wohnsitzverlagerung in ein Niedrigsteuerland wie Zypern, Nutzung von Doppelbesteuerungsabkommen und legaler Steuergestaltung. Auf Zypern zahlst du als Unternehmer effektiv nur 12,5 % auf Firmengewinne und 0 % auf Dividenden als Non-Dom – das kommt Steuerfreiheit sehr nahe. Wichtig: Alle Strukturen müssen rechtssicher sein und wirtschaftliche Substanz aufweisen. Reine Steuervermeidung ohne echte Geschäftstätigkeit ist illegal und wird verfolgt.
Ob du nach dem Wegzug weiter Steuern in Deutschland zahlen musst, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist nicht der Wegzug an sich, sondern ob du weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland hast, dort eine Betriebsstätte unterhältst oder deutsche Einkünfte erzielst. Wenn du deine Wohnung vollständig aufgibst, deinen Lebensmittelpunkt nachweislich ins Ausland verlegst (mindestens 183 Tage dort) und keine deutschen Einkünfte mehr hast, endet die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland. Vorher solltest du jedoch prüfen, ob Wegzugsbesteuerung auf Unternehmensanteile ausgelöst wird (bei Beteiligungen über 1 % an Kapitalgesellschaften) und dies mit einem spezialisierten Steuerberater planen. Mit richtiger Vorbereitung und Nutzung von Doppelbesteuerungsabkommen kannst du eine Doppelbesteuerung vermeiden und legal nur noch im neuen Staat Steuern zahlen.
Zypern kombiniert niedrige Steuersätze mit praktischen Vorteilen, die Dubai und Monaco oft nicht bieten. Als EU-Mitglied hast du vollen Zugang zum europäischen Binnenmarkt, SEPA-Zahlungsverkehr funktioniert problemlos und Geschäftskonten bei deutschen Banken sind einfacher zu führen. Die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als in Monaco oder Dubai – eine 2-Zimmer-Wohnung kostet in Zypern 600–1.200 € statt 3.000–8.000 €. Das Klima ist mediterran statt extrem heiß wie in Dubai, die Zeitzone GMT+2 ist ideal für Geschäfte mit Europa. Rechtlich ist Zypern als EU-Land voll anerkannt, während Dubai als Offshore-Jurisdiktion teils kritisch gesehen wird. Zudem gibt es über 60 Doppelbesteuerungsabkommen, die Rechts sicherheit bei internationalen Geschäften bieten. Die Gesamtsteuerbelastung liegt mit 12,5 % Körperschaftsteuer und 0 % auf Dividenden nur minimal höher als in Dubai (0 % / 9 %), aber mit deutlich mehr Praxistauglichkeit.
Steuerfreiheit bedeutet 0 % Steuern auf bestimmte oder alle Einkünfte – wie in Monaco (0 % Einkommensteuer) oder den VAE (0 % persönliche Einkommensteuer). Ein Niedrigsteuerland wie Zypern erhebt zwar Steuern, aber deutlich niedrigere als die meisten anderen Staaten. Der wichtige Unterschied liegt in der rechtlichen Anerkennung: Echte Steueroasen mit 0 % Steuern sind oft nicht EU-konform, haben Reputationsprobleme und erschweren internationale Geschäfte. Niedrigsteuerländer wie Zypern sind dagegen international anerkannt, EU-Mitglieder und bieten dennoch sehr niedrige effektive Steuersätze – bei einem zyprischen Unternehmer mit Non-Dom-Status liegt die Gesamtbelastung effektiv bei nur 12,5 % (Körperschaftsteuer auf Firmengewinne), bei Dividendenausschüttung 0 %. Das ist zwar nicht 0 %, aber mit voller Rechtssicherheit und ohne die Nachteile klassischer Steueroasen.
Über den Autor
nordzypern steuern
David Aufinger

Ich lebe seit fast 3 Jahren auf der Insel und könnte nicht glücklicher darüber sein. Das Wetter ist im Vergleich zu meinem Heimatort in Österreich eine Offenbarung. Das Leben am Meer für mich als Taucher ein Traum, da ich endlich so viel Freizeit wie möglich im und unter Wasser verbringen kann.

Für meine unternehmerischen Aktivitäten und meiner Leidenschaft für Immobilien ist Zypern sowieso eine Traumdestination. Deswegen verbringe ich die meiste Zeit des Jahres auf Zypern, wo ich mir mein Traumhaus gebaut habe.